| männerlandschaften eva hradil malt (sich) männer ‹bilder› eva hradil malte sieben männer aus ihrem umfeld großformatig und nackt und nennt diese serie männerlandschaften. damit führt sie formal und inhaltlich ein projekt des vorjahres männer – eva hradil malt (sich) männer (2004, hausgalerie, künstlerhaus) weiter. ganz bewusst macht sie die vertauschte geschlechterkonstruktion zum thema. (nackte) männer finden weit weniger „verwendung als musen“ für künstlerInnen als (nackte) frauen. der gründe gibt es mehrere: über jahrhunderte war es ausschließlich männern gestattet malerei / bildende kunst als beruf auszuüben. frauen hatten nicht einmal zugang zu aktzeichenklassen. heute, wo das kein kriterium mehr ist, nutzen künstlerinnen oft „dennoch“ den weiblichen körper um erotik oder sexualität zu thematisieren. sie bevorzugen meist ihre eigene körperlichkeit als ausgangspunkt ihrer künstlerischen arbeiten, während männliche künstler oftmals „das objekt der begierde“ (=subjekt) als deren inhalt wählen. in männerlandschaften bricht eva hradil bewusst mit dieser tradition und lässt ihre eigene körperlichkeit unberücksichtigt. die aneinanderreihung der sieben gleichformatigen arbeiten ergibt eine panoramalandschaft. eva hradil malte ausschließlich die nackten körper der männer – ohne attribute. der soziale status der modelle fällt somit völlig weg. gegenübergestellt zeigen sieben fotografien die abgelegten bekleidungsstücke, die jedoch keine zuordnung zulassen. die arbeiten werden im februar 2006 im künstlerhaus wien / obergeschoss, mittelraum präsentiert. es erscheint ein leporello zu dem projekt, gefördert durch eine projektförderung des bundeskanzleramtes |
männerlandschaften
. männer . hände
. flächen bewirtschaften . an-
und abwesende modelle . kleine handarbeiten und
bekleidungslandschaften
made in china . written shoes
. schuhe-sessel-hund
. kannen/räume . begegnungen
. 6xpAARE